Das KreaTief und seine Tücken

Jeder kreative Kopf hat es schon durchlebt, die „up´s and down´s“ der Kreativbranche.

Das Leben als Künstler gleicht ganz eindeutig einer Achterbahnfahrt. Besonders faszinierend ist hierbei, dass man genau dann besonders motiviert und leistungsfähig ist, wenn es dem Künstler in uns besonderes gut oder eben, das genaue Gegenteil, besonders schlecht geht! Extreme Gefühle scheinen einen besonderen Ton zu treffen auf den jeder Künstler sensibel reagiert. Natürlich ist es nicht besonders schön wenn wir leiden aber daraus können atemberaubende Werke entstehen. Die Vorstellung aus einem schlechten Moment, einem furchtbaren Schmerz etwas wunderschönes zu erschaffen, das einem das Gefühl von Erfolg, Genugtuung und ja oft auch purer Lebensfreude schenkt ist für mich unglaublich faszinierend. Ein interessantes Individuum so ein Künstler.

Für mich fühlt sich Kreativität oft wie ein Glas Wein an. Es berauscht, man genießt es, spürt den Fluss und man kann sich gehen lassen. Eine Welle von Freiheit und dem Gefühl „man kann alles schaffen“ überrollt dich.

Aber wie jedes Glas, und das obwohl ich Optimist bin und es somit für mich eigentlich immer halb voll sein müsste, leert es sich in manch dunkler Stunde zur Gänze. Es bleibt kein Tropfen mehr übrig. Man ist ausgelaugt. Man hat zu schnell, zu viel, zu gierig getrunken. Man hat schlicht vergessen nachzuschenken.

Die brennende Frage ist: „Wie fülle ich dieses Glas wieder auf?“
Einfach wird es nicht – Tut mir leid, falls ihr euch nun einen ganz simplen und einfachen Trick erhofft habt aber Fakt ist: „Es gibt tausende Möglichkeiten aus diesem Loch wieder herauszukriechen, aber dieser Ausweg sieht für jeden anders aus!“ Ich kann hier kein Pauschalrezept nennen, das ist ja das tückische! Was ich aber kann, ist euch erzählen wie ich damit umgehe!

Das Wichtigste (und auch generell eines der wichtigsten Dinge im Leben) ist die Selbstreflexion.
Ja, ja, ich weiß… recht Philosophisch aber mal ehrlich – Wir machen uns zu selten die Mühe unser eigenes Verhalten und unser Denken genauer unter die Lupe zu nehmen und dabei ist genau das so wichtig. Denn wie es so schön heißt: „Selbsterkenntniss…“ na ihr wisst schon 😉

Wenn es mir schlecht geht und ich in ein kreatives Loch falle, das bedeutet, dass ich keine Motivation und keine Ideen mehr habe und ich mich dadurch noch schlechter fühle. Ich bekomme Angst, und frage mich wie es weiter gehen soll, da ich es nicht schaffe wie oben erwähnt aus meinem „Leiden“ wieder von selbst etwas gutes zu „produzieren“ habe ich oft das Gefühl versagt zu haben (übertrieben ausgedrückt aber manchmal fühlt es sich eben so an und ich will hier ja ganz offen und ehrlich mit euch sprechen…). Ich weiß ja selbst nicht, wann und wie ich es schaffe für mich alles wieder ins Lot zu bringen. Ich mache mir oft Sorgen aber das lasse ich mir in den seltensten Fällen anmerken. Es muss ja weiter gehen: „The show must go on…!“

An diesem Punkt muss man erstmal erkennen, dass man ein Problem hat. Meistens merke ich es daran, dass ich mit meiner eigenen Leistung nicht mehr zufrieden bin und ich meinen eigenen Ansprüchen nicht genüge. Ich denke dann aber intensiv darüber nach statt mich zu bemitleiden. (Selbstmitleid ist das schlimmste!) Manchmal dauert es etwas und ich brauche dann auch einfach Zeit für mich aber ich schaffe es immer!. Darauf bin ich stolz.

Meine Lösung: „Erkenne dein Problem, denke darüber nach und suche nach Lösungen.“ Ich setze mich in Bewegung, ich bleibe nich stehen, ich Kämpe mich da raus. Jedes verdammte mal! Ich habe bereits mehr als einmal in solch einer Situation gesteckt und in Zukunft wird es diese Momente auch weiterhin geben aber eines weiß ich: „Diese Situation geht vorüber – Irgendwann.“ Und ich werde es immer schaffen mich zu befreien.

Warum fallen wir in Kreative Löcher? Kann man sie vermeiden?
Das es nicht das Gelbe vom Ei ist, sich in solch einer Lage wiederzufinden ist uns allen bewusst, darum die Frage: „Was tun, um gar nicht erst an diesem Punkt zu landen?“

Hier meine wichtigsten Tipps:
(Ein paar habe ich dann doch zu dem Thema)

1. Haltet euch fern von „Energiesaugern“ – GANZ WICHTIG!
(Menschen die euch nur Energie klauen, euch Nerven kosten und nie etwas zurückgeben. Ihr erkennt sie daran, dass ihr immer völlig erschöpft und schlecht gelaunt seid wenn ihr euch mit ihnen umgebt.)

2. Haltet schlechtes, trauriges, von euch fern. So gut es eben geht. Ich zum Beispiel blockiere super viele Leute in Facebook und den Sozialen Medien weil sie grausame Videos zeigen die mich wirklich verstören. Oder eben Menschen mit einer Negativen Massage. Schwups Blockiert.

3. Nehmt euch genug Zeit für euch selbst (Thema Glas nachschenken 😉 )

4. Seid keine Roboter, macht das was euch künstlerisch glücklich macht, nicht das was alle andern machen. „Sei der Lachs unter den Heringen“ 😉

Vielen Dank für´s lesen und bis zum nächsten mal, Euere

2 Antworten
  1. Saskia says:

    Ein wirklich guter Beitrag mit einem Thema das uns glaube ich alle schon betroffen hat 😄 der Vergleich mit den Glas Wein trifft es genau 😊

    Antworten
    • Simone Altmayer
      Simone Altmayer says:

      Vielen lieben Dank Saskia! Freut mich sehr das dir mein vergleich gefallen hat <3
      Ich dachte auch es ist ein Thema das viel betrifft aber in der "Facebook-Instagram-Schein-Lächel-Welt" nicht wirklich angesprochen wird und vielleicht sogar ein kleines Tabu ist. Ich Hofe ich konnte damit ein paar Menschen erreichen und sie motivieren!

      Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*